Orthopäde Laatzen
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Arthrosetherapie

Verschleißerkrankungen (Arthrose) der Gelenke, vor allem an Knie, Hüfte, Sprunggelenk, Schulter oder Handgelenk nehmen in unserer Gesellschaft ständig zu. Bei der Arthrose verliert der Knorpel im Gelenk seine Elastizität und wird allmählich abgerieben. Der Knorpel ist wichtig, damit die Knochenenden richtig und schmerzfrei aufeinander gleiten können.  Wenn der Knorpel verschwindet, läuft das Gelenk „trocken“, der Gelenkschmierstoff geht verloren.  Häufig ist der sogenannte „Anlaufschmerz“  mit Besserung bei Bewegung ein erstes Anzeichen. Bei fortschreitendem Verschleiß kommt es zu vermehrtem Gelenkreiben mit Bewegungseinschränkung, Belastungs-, Ruhe- und Nachtschmerzen.

artrosi del ginocchio

Wodurch kommt es zur Arthrose?

Zu aller erst ist es leider das Lebensalter. In der Frühentwicklung des Menschen wurde ein erwachsener Mensch kaum älter als 40 Lebensjahre. Dieses Lebensalter bestimmt auch heute noch den Knochenbau. Durch ein immer leistungsfähigeres Gesundheitssystem werden die Menschen immer älter. So ist eine Lebenserwartung von 80 Jahren keine Seltenheit.

Zusätzliche Belastungsfaktoren können Unfälle mit Knorpelschäden,  Bandverletzungen oder Knochenbrüchen sein. Aber auch Übergewicht, Entzündungen, Rheuma, zu viel Cholesterin im Blut, Rauchen und Bewegungsmangel begünstigen die Entwicklung.

Was kann man tun?

Früher wurde unseren Patienten gesagt, dass man bei Knorpelverletzungen und Arthrose nichts machen könne. Man müsse damit leben oder warten, bis man alt genug für ein künstliches Gelenk sei. In den letzten Jahren hat sich hier glücklicherweise einiges geändert. So steht uns heute eine Vielzahl konservativer und operativer Methoden zur Verfügung. Durch neu entwickelte Therapien ist es uns heute möglich, fast jedem Patienten zu helfen.

Wenn möglich sollte zunächst eine nicht-operativen Behandlung des Gelenkes durchgeführt werden. Welches Verfahren geeignet ist hängt von vielen individuellen Faktoren wie z.B. der Größe und des Stadiums des Knorpelschadens sowie auch von Begleitfaktoren wie Alter, Beinachse, Bandinstabilitäten etc.  ab.

Als konservative Therapien haben sich neben der klassischen Schmerztherapie mit Medikamenten folgende Therapien in unserer Praxis bewährt:

  • Hyaluronsäuretherapie
  • Akupunktur
  • Neuraltherapie
  • Kinesiologische Taping
  • Elektrotherapie
  • Physikalische Therapie/Physiotherapie

Nach wie vor gilt der Satz „Bewegung ohne große Belastung“ als Richtschnur für vorgeschädigte Gelenke um Schmerzen zu reduzieren und ein schnelles Fortschreiten der Arthrose möglicherweise aufzuhalten. Gezielte Muskelkräftigung und Vermeidung von zu viel Übergewicht ist ebenfalls hilfreich.
Sind die konservativen Therapiemöglichkeiten nicht ausreichend, gibt es eine Vielzahl von operativen Therapiemöglichkeiten. Nicht immer ist gleich ein kompletter Gelenkersatz (Totalendoprothese) erforderlich.